Die Geschichte hinter namens-info.de — für die, die es wissen dürfen.
Es war ein verregneter Dienstagabend im Oktober 2018, als sich drei alte Freunde in einer Stuttgarter Kellerkneipe zusammensetzten. Markus Dreher, damals noch Webentwickler bei einer mittelgroßen Eventagentur, hatte eine Idee im Gepäck, die er schon seit Wochen mit sich herumtrug: eine Seite, auf der Menschen herausfinden können, was ihr Vorname über sie verrät.
Neben ihm saßen seine langjährige Freundin Sandra Weiß, Linguistikabsolventin mit einer Schwäche für Etymologie, und der ewig rastlose Tobias Kron, der gerade seinen dritten Podcast hatte scheitern lassen und nach einem neuen Projekt suchte. Drei Bier, zwei Stunden und eine Serviette mit Notizen später war das Konzept von namens-info.de geboren.
Die Domain wurde noch in dieser Nacht registriert. Markus bastelte an den Wochenenden am Code, während Sandra die ersten 200 Namenseinträge von Hand recherchierte — jeder mit Herkunft, Bedeutung und mindestens einem historischen Beispiel. Tobias kümmerte sich ums Marketing, was damals hauptsächlich bedeutete, Freunde anzunerven, die Seite zu teilen.
Der Launch im Februar 2019 verlief unspektakulär. Zwölf Besucher am ersten Tag, davon neun davon aus dem eigenen Freundeskreis. Doch dann — irgendwie, niemand weiß mehr genau warum — tauchte namens-info.de in einem Elternforum auf. Innerhalb einer Woche explodierten die Zugriffe. Werdende Eltern, die auf der Suche nach dem perfekten Vornamen für ihr Kind waren, strömten auf die Seite.
Aus dem Drei-Mann-Projekt ist inzwischen ein kleines, eingeschworenes Team geworden. Alle arbeiten remote, verstreut über Deutschland und die Schweiz. Treffen finden zweimal im Jahr statt — und natürlich in derselben Stuttgarter Kellerkneipe.
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Redaktion & Recherche
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namens-info.de verdient kein Geld. Es gibt keine Werbung, keinen Premium-Account, keine versteckten Kosten. Die Serverkosten teilen sich die Gründer bis heute aus eigener Tasche. Warum? Weil sie schlicht finden, dass manche Dinge einfach umsonst sein sollten.
Inzwischen umfasst die Datenbank über 14.000 Vornamen aus mehr als 80 Sprachen und Kulturen. Jeder Eintrag wird von Sandra oder Lena persönlich geprüft. Automatisch generierte Texte landen nicht auf der Seite — das ist Prinzip.
Manchmal denken sie daran, die Seite zu verkaufen. Dann schenken sie sich noch ein Bier ein und lassen es bleiben.